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Die Interkalibrierung nach EG-Wasserrahmenrichtlinie

Interkalibrierung: Vergleich von nationalen Bewertungsverfahren

Die EG-Wasserrahmenrichtlinie fordert für die Europäischen Oberflächengewässer das Erreichen des guten ökologischen Zustandes. Dieser Zustand wird durch die Bewertung der im Gewässer auftretenden Lebensgemeinschaften bestimmt.
In den Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden unterschiedliche Verfahren zur Zustandsbewertung verwendet. Die Interkalibrierung ermöglicht die Vergleichbarkeit der Ergebnisse der nationalen Verfahren.


Harmonisierung des guten ökologische Zustandes

Bewertungsverfahren stellen die Gewässerqualität im so genannten Ökologischen Qualitätsquotienten dar – ein numerischer Ausdruck, der Werte zwischen 1 (naturnah) und 0 (naturfern) annehmen kann. Durch die Festlegung von Grenzwerten ist dieses Interval in fünf Zustandsklassen unterteilt: sehr gut, gut, mäßig, unbefriedigend und schlecht.
Im Interkalibrierungsprozess werden obere und untere Grenze des guten ökologischen Zustandes harmonisiert.


Europaweit einheitliche Zustandsbewertung

Aufgabe der Interkalibrierung ist, die europaweit einheitliche Bewertung des guten ökologischen Zustands durch die nationalen Bewertungsmethoden zu gewährleisten. Vereinfacht ausgedrückt: Die Interkalibrierung soll sicherstellen, dass zum Beispiel ein Gewässerabschnitt in Belgien, der von der belgischen Methode als „gut“ bewertet wird, auch von der deutschen oder niederländischen Methode als „gut“ eingestuft würde, wenn sich derselbe Abschnitt auf deutschem oder holländischem Gebiet befände.


Interkalibrierungstypen und Geographische Interkalibrierungs-Gruppen (GIG)

Die Interkalibrierung wird für Bewertungsverfahren an Flüssen, Seen, Übergangs- und Küstengewässern durchgeführt, jedoch nur für ausgewählte Gewässertypen (Interkalibrierungstypen), Formen von Gewässerbelastungen und Organismengruppen. Die Interkalibrierung wird in so genannten Geographischen Interkalibrierungs-Gruppen (GIGs) vorgenommen – größere Gebiete, zu denen jeweils mehrere Mitgliedsstaaten mit ähnlichen Gewässertypen gehören. Deutschland nimmt Teil an der Interkalibrierung innerhalb der GIGs „Mitteleuropa/Baltikum“ und „Alpen“ (Fliessgewässer, Seen) sowie „Nord-Ost-Atlantik“ und „Ostsee“ (Übergangs- und Küstengewässer).


Weitere Information
Details zu Methoden, Umsetzung und Ergebnissen der Interkalibrierung finden sich auf http://www.interkalibrierung.de.


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© 2014Universität Duisburg Essen | Datum: 22.10.2014
Online: http://www.fliessgewaesserbewertung.de/interkal/index.php